Prävention von Amoktaten an Schulen
Das beste Sicherheitskonzept ist die Verhinderung von Amoktaten
Schulamok als reale Gefahr
Jede Schule wird früher oder später mit dem Thema Schulamok konfrontiert, sei es über aktuelle Berichte in den Medien oder einer anonymen Androhung an der Schule. Weder die ausgelösten Ängste, noch die Taten können durch Sicherheitsvorkehrungen verhindert werden. Einzig das frühzeitige Erkennen der Planung einer Tat und entsprechende Handlungsoptionen sind realistische Möglichkeiten, Schülerschaft und Lehrerkollegien vor einem Schulamoklauf zu bewahren. Die nötigen Kenntnisse über Täterprofile, Signale und Verhaltensweisen der Tatgeneigten sind für alle LehrerInnen unverzichtbar und müssen in einem Studientag erlangt werden.
Arbeiten Sie mit mir
Die Verhaltensmuster der Gefährder zu erkennen und Handlungsanweisungen zu geben, um die Ausübung der Tat zu stoppen, ist Sinn meiner Veranstaltung zur „Prävention von Amoktaten“. Die zahlreichen Studientage an verschiedenen Schulen und Bundesländern belegen über das positive Feedback die Wichtigkeit des Themas. Besonders motivierend für mich ist der dringende Appell, diese Erkenntnisse in möglichst viele Schulen zu tragen.!
Studientag
Inhaltliche Gliederung:
· Möglichkeiten der Prävention
· Phänomen Amoktaten
· Charakteristika jugendlicher Amoktäter
· Ursachenforschung
· Fallbeispiel David Sonboly (München 2016)
· Fall Essen 2022
· Risikofaktoren junger Amoktäter
· Chancen für Prävention
· Gruppenarbeit: Fallbeispiele analysieren und Gefährdungspotenzial beurteilen
· Schulspezifische Maßnahmen entwickeln, um eine gemeinsame Strategie für das Kollegium zu planen
Über mich
Mein Name ist Dr. Hildegard Korbmacher
• Lehramt Biologie und Chemie
• Diplom Biologie, 2-Fach Psychologie, Promotion Biologie
• 1992 - 2024 Lehrerin an der BBS Nat. in Ludwigshafen
• Ab 2004 hauptamtliche Fachleiterin im Studienseminar für BBS
• Seit 2010 Engagement im Umgang mit Amok in Schule
• Ehrenamtliche Vorträge zum Thema „Gewalt gegen Frauen“
Die Amoktat im eigenen Schulzentrum in Ludwigshafen im Jahre 2010 und die resultierende große Verunsicherung meiner ReferendarInnen war Anlass, mich intensiv mit dem Thema „Amok“ zu befassen. In Kooperation mit der Polizei Ludwigshafen biete ich seitdem eine Veranstaltung zum Thema „Verhalten im Amokfall“ an, die nach wie vor auf großes Interesse stößt. Nach jeder Veranstaltung stand das dringende Bedürfnis nach einem möglichst frühzeitigen Erkennen von Gefährdern unter den SchülerInnen im Raum. Dazu fehlten bisher verlässliche Daten bezüglich klarer Täterprofile.
2016 ist es gelungen, eine Kooperation mit der Amokexpertin, Prof. Britta Bannenberg, Uni Gießen, anzubahnen, die freundlicherweise ihre Daten kriminologischer Analysen von Amoktaten aus dem BMBF-geförderten Verbundprojekt TARGET und zahlreicher eigener Publikationen zur Verfügung stellte. Hieraus lassen sich klare Täterprofile und deutlich erkennbare Verhaltensmuster von Personen, die eine Amoktat planen, ableiten. Im persönlichen Austausch mit Frau Prof. Bannenberg werden die Daten regelmäßig aktualisiert.